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Was, wenn das, was wir gewöhnlich „ich" nennen, kein fester Wesenskern ist, sondern eine fortlaufende Geschichte, die das Nervensystem über sich selbst erzählt?
In Der erzählende Affe folgt Steve Brandl dieser Frage durch Neurowissenschaft, Philosophie des Bewusstseins, Schmerzforschung, verkörperte Erfahrung und klinische Praxis. Im Zentrum steht der „erzählende Affe": jener narrative Apparat des Gehirns, der Wahrnehmung ordnet, Identität erzeugt, Bedeutung verleiht und aus Erfahrung eine scheinbar stabile Person formt. Doch das Buch bleibt nicht bei der Theorie stehen. Es fragt weiter: Wie werden Geschichten zu Gewebe? Wie werden Vorhersagen zu Schmerz? Und warum bleibt Bewusstsein selbst auch dort rätselhaft, wo die Mechanismen immer präziser beschrieben werden?
Von der Gummihand-Illusion über das Default Mode Network und Phantomschmerz bis hin zum „schweren Problem" des Bewusstseins verbindet dieses Buch wissenschaftliche Modelle mit philosophischer Redlichkeit und jahrzehntelanger therapeutischer Erfahrung. Es ist weder reine Wissenschaft noch bloße Spiritualität, sondern eine ernsthafte Untersuchung dessen, was wir sind, wie Leiden Gestalt annimmt und was sich verändert, wenn der Körper nicht länger nur als Objekt, sondern als Träger von Erfahrung begriffen wird.
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