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Wien ist eine Stadt, die Musik und Erinnerung atmet. Ihre Kopfsteinpflasterstraßen bergen Echos von Imperien, ihre Cafés flüstern Verschwörungen aus der Vergangenheit und ihre Kirchen tragen noch immer die Last nie vergebener Geständnisse. Doch hinter der Schönheit der barocken Fassaden und der Raffinesse der Konzerte verbirgt sich ein Schatten, der sich weigert zu sterben. Ein Schatten, der nicht nur zur Geschichte der Stadt gehört, sondern zum dunkelsten Wesen der Menschheit selbst. Manche glauben, das Böse sei ein Unfall, das Ergebnis von Umständen oder eine Abweichung von der Normalität. Doch was, wenn es tiefer geht, verwurzelt wie eine Partitur, die sich in verschiedenen Jahrhunderten wiederholt, nur mit neuen Noten und neuen Interpreten? Der Mörder, der Wien als seine Bühne wählte, ist kein gewöhnlicher Mann. Er ist ein Meister der Angst, jemand, der den Tod in ein Spektakel verwandelt, der sich nicht mit dem Töten zufrieden gibt; er muss komponieren. Jedes Verbrechen ist eine Symphonie, jeder Körper eine Note in der stillen Partitur, die nur er hört. Dies ist nicht nur ein Kriminalroman. Es ist ein Einblick in die Gedankenwelt eines Serienmörders, der glaubt, ein Vermächtnis zu hinterlassen. Es ist auch das Porträt einer Stadt, die zwischen ihrer Eleganz und ihrer Düsternis zum unwissenden Komplizen seiner makabren Kunst wird. Die Frage ist nicht nur, wer er ist, sondern wie weit die Stadt und jede Figur bereit sind zu gehen, um sich ihren eigenen Schatten zu stellen.