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Gegenstand der Studie ist die Frage nach der narrativen Darstellung des ,weiblichen Raums' in der französischen Literatur zwischen 1760 und 1820. Den Ausgangspunkt bildet die Beobachtung, dass weiblichen Figuren in der Literatur um 1800 meist ein eng begrenzter Raum für das eigene Handeln zugestanden wird und ihnen im romanesken Handlungsverlauf oft Situationen räumlicher Verengung bis hin zu regelrechten ,Einschließungen' zugemutet werden. Anhand fünf ausgewählter Erzähltexte von Diderot bis Nodier geht die Arbeit der Hypothese einer geschlechtsspezifischen Semantisierung des Raums nach. Unter Rückbezug auf literaturwissenschaftliche, soziologische und philosophische Raumkonzepte sowie auf Ergebnisse der historischen Genderforschung wird herausgearbeitet, wie sich der Raum, der nicht losgelöst von den Figuren, sondern in enger Relation mit ihnen entworfen wird, auf dessen narrative Vermittlung auswirkt und die in den Fiktionen geleistete (weibliche) Subjektkonstituierung prägt.
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