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Das vorliegende Buch ist ein neuer, komparatistisch angelegter Versuch über Friedrich Schlegels Konzept der 'Universalpoesie'. Dieser Kernbegriff der Früh-Romantik wird mittels der von Schlegel der Bibel entliehenen Paulinischen Dichotomie von 'Geist' und 'Buchstaben' erörtert. Mit seiner romantischen Poetik polemisiert Schlegel vor allem gegen das, was er die europäische 'Geisteskrankheit' nennt. Gemeint ist die 'Buchstabenkunst', die entweder durch leeres Formspiel, wie dies bei der französischen Neoklassik der Fall ist, oder, wie bei den Engländern, durch die Verfolgung rein materieller Zwecke gekennzeichnet sei. In beiden Fällen fehle es, so Schlegel, an dem echt 'Geistigen', d. h. an etwas 'Apriorischem', das der reinen Empirie gegenüberstehen soll. Die vorliegende Arbeit integriert in ihrem Herangehen eine historische und eine hermeneutische Position. Der Akzent liegt auf dem zunächst zu erledigenden 'rekonstruktiven' Schritt. Sodann werden Möglichkeiten diskutiert, Schlegels Position als Schritte hin zu einem existenzialphilosophischen Verständnis von Sprache und Kunst zu lesen, so, wie es dann bei Nietzsche, Heidegger und Gadamer entfaltet wird.
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