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Im Senegal geht das Aufkommen konfessioneller Medien auf die 2000er Jahre zurück. Dieses Phänomen steht in engem Zusammenhang mit der soziokulturellen Situation des Landes. Der Senegal zeichnet sich durch ein spezifisches religiöses Umfeld aus: 96 % der insgesamt 13,5 Millionen Einwohner sind Muslime. Diese muslimische Bevölkerung verteilt sich auf vier Bruderschaften (religiöse Lehren, die sich am sunnitisch-sufistischen Islam orientieren): die Khadrs, die Layènes, die Mourides (Mouridismus) und die Tidianes (Tidianismus). Somit wird das Aufkommen konfessioneller Medien von dieser religiösen Macht gefördert, die über eigene Medien verfügen möchte. Folglich legen diese Medien ihre konfessionellen redaktionellen Leitlinien fest und richten ihre Programme, die vom Publikum gut angenommen werden, auf die Vermittlung und Verteidigung ihrer religiösen Praktiken aus. Diese Arbeit geht vom Fall „Lamp Fall Télévision" aus, um dessen Verbindungen zum Mouridismus zu analysieren. Sie untersucht die Entstehungsgeschichte, die redaktionelle Ausrichtung, das konfessionelle Konzept und das Programmangebot des Senders, um dessen Art und Weise der Förderung des Mouridismus hervorzuheben, und schließt mit einer Analyse der Nutzungsmuster und der damit verbundenen Vorteile.